Interview mit dem Alarmanlagen-Hersteller Egardia

Vor kurzem hatte ich die Gelegenheit, ein Interview mit dem Geschäftsführer des Alarmanlagen-Herstellers Egardia B.V. zu führen.

Guten Tag, Herr Rietveld. Vielen Dank für Ihre Bereitschaft zu diesem Interview. Bitte stellen Sie sich kurz vor.

Vielen Dank für das Interview. Ich bin Geschäftsführer und Gründer von Egardia. Vorher war ich als kaufmännischer/operativer Geschäftsführer sowie im Seniormarketing und in der Geschäftsentwicklung des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN tätig.

Ich habe meinen Masterabschluss in Industrial Engineering an der Technischen Universität Eindhoven gemacht. Zusammen mit Marcel Annaka (operativer Geschäftsführer) habe ich Egardia 2008 gegründet.

Über welches Know-how verfügt Egardia im Bereich der Einbruch- und Gefahrenüberwachung?

Wir sind bereits seit 2008 in mehreren Ländern aktiv und haben seither unser System immer weiter verbessert.  Von Anfang an wollten wir Produkte haben, die leicht verständlich, einfach zu installieren und zu nutzen sowie unkompliziert zu warten sind. Dabei legen wir darauf Wert, dass unsere Produkte nicht zu teuer sind und von jedem benutzt werden können.

Wir haben uns auf verschiedene Sicherheitsbereiche spezialisiert. Das fängt bei Bewegungs- und Öffnungsmeldern an, umfasst aber auch Glasbruchmelder und Überwachungskameras. Alle Elemente können mit einer App gesteuert werden und werden dabei permanent von der virtuellen Meldezentrale auf ihre Funktionen überprüft.

Falls etwas nicht in Ordnung ist (Alarmfall, leere Batterien, Manipulationsversuch etc.), wird der Kunde auf eine selbst gewählte Methode kontaktiert (Anruf, Pushnachricht, SMS, E-Mail). Im Alarmfall werden mit dem Sicherheitsdienst automatisch mehrere Kontaktpersonen nacheinander alarmiert. Das geht so lange weiter, bis jemand die Meldung bestätigt und handelt.

Wir entwickeln Hard- und Software, um ausgezeichnete Sicherheitslösungen anbieten zu können. Um bei der rasanten Entwicklung im SmartHome-Bereich vorne zu bleiben, entwickeln wir unsere Produkte und Dienstleistungen selbst. Die Zukunftswünsche der Kunden und die Trends der Industrie müssen dabei immer im Auge behalten werden, um nichts zu verpassen.

Ein solcher Trend ist die Integration anderer Produkte per Cloud. Dafür ist die Kopplung mit Philips Hue ein gutes Beispiel. Dadurch können unseren Kunden neue Funktionen angeboten werden, wie eine Anwesenheitssimulation, wenn man in den Urlaub fährt. Andere Trends sind das Geo-Fencing und Steuerung per Sprachkontrolle (wie z. B. mit Alexa).

Wer sind Ihre primären Kunden? Werden Egardia-Systeme auch im gewerblichen Bereich eingesetzt?

Unser Hauptkundengruppen sind Familien, Paare, Senioren und Singles. Wir sehen aber auch immer mehr kleinere gewerbliche Betriebe, Restaurants, Büros und Arztpraxen, die Egardia schätzen.

Worin unterscheidet sich das Egardia-Alarmsystem von anderen Systemen?

Unsere Produkte und Dienstleistungen sind wirklich einfach und funktionell. Unsere virtuelle Meldezentrale ist in Europa einzigartig. Dieses Jahr wird außerdem das Works With-Programm kommen, mit dem man interessante Szenarien mit anderen SmartHome-Produkten erstellen kann. Unsere Produkte sind von uns so designt, dass sie zu jeder Inneneinrichtung passen.

Genauso wichtig ist natürlich, dass unser drahtloses System keine Fehlalarme verursacht, die Funk-Verbindungen exzellent sind und die Batterien im Durchschnitt 2 – 4 Jahre halten. Für unsere Kunden ist es sehr wichtig, dass unser System permanent läuft.

Unsere Cloudarchitektur ist daher wirklich robust, damit sich unsere Kunden auf uns verlassen können. Bei Fragen und Problemen steht außerdem unser viel gelobter Kundenservice zur Verfügung. Bei allen Mitarbeitern von Egardia wurde übrigens ein Sicherheitscheck durchgeführt. Zudem werden sie intensiv geschult, bevor sie bei Egardia anfangen.

Manche Hausbesitzer haben Bedenken, eine Alarmanlage einzusetzen, welche das Internet als Übertragungskanal nutzt. Was können Sie dem entgegnen?

Tatsächlich ist das Internet sicherer als alle anderen Kommunikationswege, weil man immer weiß, was zu Hause los ist. Für eine wirklich gute Überwachung der Funktionen ist GSM oder die traditionelle Festnetzleitung zu teuer. Außerdem brauchen alle Kameras inzwischen eine Internetverbindung. Ein Smartphone ist dabei sehr hilfreich, um das System zu steuern und zu gebrauchen.

Welche Vorüberlegungen sollten Hausbesitzer anstellen, die eine Alarmanlage einbauen möchten?

Am wichtigsten ist, dass Kunden etwas finden, das sie beruhigt und mit dem sie entspannt in den Urlaub fahren oder zu Hause schlafen können. Einbrecher entscheiden sich in der Regel gegen Häuser, die mit einer Alarmanlage abgesichert ist. Ein Schloss ist sinnvoll, aber wenn er will, wird ein Einbrecher immer einen Weg nach innen finden. Einbrecher mögen keinen Lärm, Licht und Kameras. Am besten ist es tatsächlich, einen besseren (sichtbaren) Schutz als der Nachbar zu haben.

Wo finden die Besucher von alarmanlagen-abc weitere Informationen über das Egardia-Alarmsystem?

Ausführliche Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen kann man auf unserer Internetseite www.egardia.com/de finden. Bei Fragen hilft außerdem unser Kundendienst gerne weiter.